Aktion Rote Hand

Deine rote Hand macht den Protest sichtbar – weltweit!

Farbenfroher Protest: Die Forderungen von Jugendlichen und Erwachsenen gehen an Politiker.

Mach mit! Protestier gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten! Gib dafür Deinen roten Handabdruck!

 

Kein Kind oder Jugendlicher unter 18 Jahren darf von Armeen oder bewaffneten Gruppen rekrutiert werden, weder freiwillig noch zwangsweise.

Wir rufen Erwachsene und insbesondere Kinder und Jugendliche auf, die Abdrücke von roten Hände zu sammeln: zum Beispiel in Schulen, auf Stadtfesten, in der Fußgängerzone.

 

Der aktuelle Schwerpunkt der Aktion: Keine Waffen in Kinderhände - Waffenexporte stoppen! Macht mit!

Übergebt Eure roten Handabdrücke an die Parteichefs der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD oder an deren Abgeordnete in Eurem Wahlkreis! Fordert Sie auf sich für ein Ende deutscher Waffenexporte in Konfliktländer einzusetzen, in denen Kinder als Soldaten kämpfen müssen oder andere Menschenrechtsverletzungen geschehen! Insbesondere sogenannte Kleinwaffen - Sturmgewehre, Pistolen, u.a. - und Munition dürfen nicht mehr exportiert werden, viele Kinder sterben durch sie oder werden gezwungen, als Soldat mit ihnen zu kämpfen.

 

Näheres erfahrt ihr im Aufruf & Leitfaden zur Aktion

 

Die Forderungen der Aktion Rote Hand (PDF)

 

Weiteres Material wie einen Musterbrief zur Übergabe der roten Hände an Politiker, Studien, Flyer und Videos zum Thema findet ihr hier unter Material!

 

WICHTIG: Zeigt der Welt eure Aktion! Stellt hier auf der Webseite ein Foto eurer Aktion ins Netz!


Die Forderungen der Aktion Rote Hand:

  1. „Straight 18": Kein Kind unter 18 Jahren darf in Armeen, bewaffneten Gruppen oder anderen militärischen Verbänden eingesetzt oder geschult werden. Dies gilt unabhängig von der Funktion (auch nicht ohne Waffe!) und unabhängig davon ob es unfreiwillig oder „freiwillig" geschieht. Auch dürfen Unter-18-Jährige prinzipiell nicht für Armeen oder bewaffnete Gruppen geworben werden. Alle Kinder unter 18 Jahren müssen aus Armeen und bewaffneten Gruppen entlassen werden und bei ihrer Rückkehr ins zivile Leben unterstützt werden.
  2. Bestrafung der Verantwortlichen: Personen, Staaten und bewaffnete Gruppen, die Kinder rekrutieren, müssen öffentlich benannt und bestraft werden. Personen müssen vor dem Internationalen Strafgerichtshof oder vor nationalen Gerichten angeklagt werden. Staaten und bewaffnete Gruppen müssen öffentlich verurteilt werden (z. B. vom UN-Sicherheitsrat) und sanktioniert werden (wirtschaftliche Konsequenzen, Reiseverbote, Kontensperrungen.)
  3. Versorgung, Schutz und politisches Asyl: Medizinische und psychologische Versorgung, Schutz vor erneuter Rekrutierung, sowie schulische und berufliche Bildung sind für alle ehemaligen Kindersoldaten lebenswichtig - gerade auch wenn sie als Flüchtlinge in andere Länder kommen. Ehemaligen Kindersoldaten muss in allen Ländern, in die sie geflohen sind, Schutz und politisches Asyl gewährt werden.
  4. Mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme: Die staatlichen und internationalen Mittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten müssen deutlich erhöht werden. In vielen Ländern mit Kindersoldaten gibt es keinerlei Mittel für solche Programme.
  5. Stopp von Waffenexporten: Waffen (insbesondere Kleinwaffen), Waffenteile oder Munition dürfen nicht mehr in Krisenregionen exportiert werden, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Auch die illegalen Umwege, über die (auch deutsche) Waffen in Krisenländer gelangen, müssen dicht gemacht werden: Stopp der Vergabe von Waffenproduktionslizenzen und Stopp des Exports von Waffen in Drittländer, die die Waffen in Krisengebiete weiterleiten.
  6. Friedenserziehung fördern: Friedenserziehung und gewaltfreie Konfliktlösung sollten verbindlich in Lehrplänen und in der Lehrerfortbildung verankert werden.

 

Forderungen an Deutschland:

  1. Stopp der Rekrutierung 17-Jähriger Minderjähriger in die Bundeswehr, Erhöhung des Mindestalters für Rekrutierung auf 18 Jahre.
  2. Stopp von Werbung der Bundeswehr, die sich gezielt an Minderjährige richtet: an Schulen, in Jugendmedien, auf Jugendseiten im Internet, bei Sport-, Abenteuer- und Musikveranstaltungen für Minderjährige, etc.
  3. Friedenserziehung verbindlich in den Lehrplänen und in der Lehrerfortbildung verankern
  4. Gewährung von politischem Asyl und Unterstützung für geflüchtete Kindersoldaten oder Minderjährige, die vor einer Rekrutierung geflohen sind. Ein sicherer Aufenthaltsstatus, medizinische und psychologische Versorgung sowie schulische und berufliche Bildung sind für sie lebenswichtig. Hier gibt es in Deutschland große Probleme.
  5. Stopp deutscher Rüstungsexporte, insbesondere in Krisengebiete in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Deutschland ist besonders in der Pflicht, es ist weltweit der drittgrößte Waffenexporteur.
  6. Mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme: Die staatlichen Mittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten in Krisenregionen müssen deutlich erhöht werden.

Mehr Informationen zur Aktion in Deutschland gibt es unter: www.aktion-rote-hand.de