Friedensbotschaften im Kongress

Jungen und Mädchen haben friedlich den kolumbianischen Kongress eingenommen! Am 12. Februar, dem Tag der Roten Hand, haben sich etwa 300 Kinder und Jugendliche im kolumbianischen Parlament für ein Ende der Rekrutierung von Minderjährigen eingesetzt.


Die Kinder und Jugendlichen stellten ihre Vorschläge zum Stopp der Rekrutierung von Minderjährigen vor der Friedenskommission der Kammer der Repräsentanten vor.

„Wir wollen nicht, dass in den Krieg investiert wird, wir wollen Bildung“ war eine der Botschaften, die sie den Repräsentanten María Ángela Robledo und Juan Carlos Martínez übergaben. Am Mittwoch haben die Mitglieder der Friedenskommission ein Buch mit den Forderungen der Kinder dem Hohen Friedenskommissar Sergio Jaramillo übergeben, der versprach, das Buch an den Verhandlungstisch von Regierung und der Guerillaorganisation FARC in Havanna zu bringen.

Am 12. Februar 2002 trat das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention über die Beteiligung von Minderjährigen an bewaffneten Kämpfen (OPAC) in Kraft, das die Staaten verpflichtete, die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen in bewaffnete Gruppen zu verhindern und sich um diejenigen zu kümmern, die nach wie vor Opfer dieses Kriegsverbrechens werden. Seitdem wird weltweit an diesem Tag der Kinder und Jugendlichen gedacht, die unter diesem Verbrechen leiden. Dieses Jahr haben sich in Kolumbien verschiedene nationale Nicht-Regierungsorganisationen, die deutsche Hilfsorganisation Diakonie Katastrophenhilfe, der Oberbürgermeister von Bogotá und die Repräsentantin Ángela Robledo Gómez zusammengetan, um gegen die Rekrutierung von Kindern zu protestieren.

Am Morgen des 12. Februar 2013 hat sich eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Bezirken aus Bogotá im Alter von 4 bis 18 auf der Plaza de Bolívar getroffen mit Pfeifen, Gesängen und großen Laken voller roter Hände, und stellte sich entschieden gegen die Rekrutierung und den Einsatz von Minderjährigen im Krieg. Danach verwirklichten sie im Haupthof des Kapitols verschiedene Workshops, in denen sie ihre Ideen und Erfahrungen sammelten, um ein Buch zusammenzustellen mit dem Titel „Flüstern des Herzens, Vorschläge für das Leben.“ Das ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Friedensbotschaften, die in einem symbolischen Akt vor den Mitstreitern und den Fernsehkameras den Erwachsenen, die vor Ort waren, übergeben und Seite für Seite erklärt wurden.

Die Kinder forderten unter anderem, dass:

-          Regierung und die FARC-Guerilla mit den Verhandlungen fortfahren, weil der Konflikt Familien zerstört.

-          die Regierung mehr Geld in Bildung und die Wirtschaft der Konfliktregionen investiert.

-          die bewaffneten Gruppen aufhören, Verbrechen gegen Mädchen zu begehen.

-          die bewaffneten Gruppen aufhören, Minderjährige zu rekrutieren.

Es gibt keine Zahlen darüber, wie viele Kinder sich aktuell in den Reihen der illegalen bewaffneten Gruppen in Kolumbien befinden. Zwischen 1999 und Dezember 2012 kümmerte sich das Kolumbianische Familienwohlfahrtsinstitut um 5092 demobilisierte Kinder, sagte der Leiter der staatlichen Einheit, Diego Molano, am Montag in einem Forum, das im Rahmen des Tags der Roten Hand organisiert wurde.

Mehr Information: http://coalico.org/destacadas/dia-de-la-mano-roja.html